Katholische Kindertagesstätte

St. Jakobus

Von links: Gabriele Jörges (Caritas), Werner Flaig (CoLibri), Elvira Diel (Caritas), Prof. Dr. Gerhard Stanke (Generalvikar), Bettina Fladung (Kita-Leitung), Pfr. Thomas Witzel (Steinau-Steinhaus)
  1. Kurs für Kitas zur Ausbildung von Qualitätsbeauftragten erfolgreich beendet

 

Ziel ist die Einführung eines wertorientierten Qualitätsmanagements in der jeweiligen Kindertagesstätte nach dem KTK-Gütesiegel

 

Hünfeld (cif). Im Bonifatiuskloster zu Hünfeld gab es vor zwei Jahren den Startschuss – nun ging auch hier die Ausbildung mit Überreichung der Zertifikate zu Qualitätsbeauftragten zu Ende: Teilnehmerinnen von insgesamt 14 katholischen Kindertagesstätten im Bistum Fulda und ihrer Träger waren nochmals zusammengekommen, um ihre gemeinsame Schulung Revue passieren zu lassen und zum für alle erfolgreichen Abschluss zu bringen.

 

Ziel der Ausbildung war es, Leitungskräfte einer Kita in kirchlicher Trägerschaft zu Qualitätsbeauftragten zu qualifizieren. Dabei sollen die 14 Teams des Kurses, zu denen auch die Kita St. Jakobus Steinau gehörte, die Anforderungen nach dem Bundesrahmenhandbuch des KTK-Gütesiegels vom Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder umsetzen, um im Zuge dessen ein wertorientiertes Qualitätsmanagementsystem einzuführen.

 

Dieses Qualitätsmanagementsystem ist natürlich kein Selbstzweck, sondern Träger und Teams der Kindertagesstätten wollen mit dessen Implementierung zum einen ihrer Rolle als kirchlich geprägter Einrichtung und zum anderen auch den von Eltern und Kommunen an sie gerichteten Erwartungen als pädagogischer Institution gerecht werden. Im Zuge der Fortbildungsmaßnahme entwickelten die beteiligten Kita-Teams so beispielsweise für ihre jeweilige Einrichtung auch eigene Leitbilder. Zum Abschlusskolleg wurden aus regionalen Reflexionsgruppen, die während des Kurses parallel von den Fachberaterinnen Elisabeth Goebel-Krayer, Elvira Diel und Gabriele Jörges aus dem Caritas-Referat begleitet worden waren, in kreativer Art und Weise Beiträge präsentiert, um zu verdeutlichen, was den Teilnehmerinnen des Kurses in Hinblick auf das gemeinsame Arbeiten wichtig gewesen war. So wurden beispielsweise das Märchen „Dornröschen“ in Bezug auf das Qualitätsmanagement umgeschrieben, das Beschwerdemanagement als Geschenk präsentiert oder das Bild einer Flusslandschaft von der Quelle bis zur Mündung ins Meer als der Entwicklungsprozess des Qualitätsmanagements dargelegt. 

Die Zertifikatsübergabe an die Teilnehmerinnen erfolgte im Anschluss an einen gemeinsamen Gottesdienst auch im Beisein vom Fuldaer Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke, dem die Umsetzung des KTK-Gütesiegels in allen katholischen Kindergärten des Bistums erklärtermaßen ein persönliches Anliegen ist, sowie von  Werner Flaig, dem Leiter der Firma CoLibri Management Service, mit dem die Caritas Fulda die QM-Schulungen für die Kitas durchführt. Ein weiterer Kurs zum Erwerb des KTK-Gütesiegels läuft bereits, weitere Kurse sollen 2018 starten.

25-jähriges Dienstjubiläum in der Kath. Kindertagesstätte St. Jakobus

Am vergangenen Montag gab es in Steinau einen Grund zum Feiern!

Frau Angelika Schmidt wurde mit einer kleinen Feier anlässlich ihrer 25-jährigen Tätigkeit in der Katholischen Kita überrascht. Die Kinder und Erzieherinnen hatten sich alle im Mehrzweckraum versammelt, um ihr ein Ständchen zu bringen. Herr Pfarrer Witzel sowie Vertreter des Verwaltungsrates und des Elternbeirates waren gekommen, um ihre Glückwünsche und ihren Dank zu überbringen. Auf insgesamt 45 Arbeitsjahre kann Frau Schmidt bereits zurückblicken und mehr als die Hälfte dieser Zeit hat sie in Steinau verbracht. Das war für alle ein guter Grund, mit ihr zu feiern und ihr alles Gute für die nächsten Jahre bis zum Beginn der Rente zu wünschen.

 

Fernsehkoch Mirko Reeh zaubert mit Kita-Kindern gesundes Frühstück

Petersberg –  Äpfel, Bananen, Paprika, Gurke und viele weitere gesunde Leckereien landeten am Dienstagmorgen auf dem Frühstückbuffet in der katholischen Kindertagesstätte St. Jakobus in Petersberg-Steinau. Dort war kein Geringerer als Fernsehkoch Mirko Reeh zu Gast. Er zauberte gemeinsam mit den rund 45 Kindern ein gesundes und leckeres Frühstück.

Ganz aufgeregt warteten die Kids schon vor dem Fenster auf den Gast. Mit Kochjacke ausgestattet und bestens gelaunt trat Reeh in die Kindertagesstätte. Schnell wurden Brettchen, Messer, Gemüse und Obst in den vier Gruppen verteilt und dann ging es auch gleich los. Der Koch nahm sich Zeit, um mit jeder Gruppe erst mal die wichtigsten Sachen zu besprechen, den Kindern die Obst- und Gemüsesorten näherzubringen und ihnen das Essen schmackhaft zu machen. „Heute wollen wir ein gesundes Frühstück machen“, sagte Reeh und gab den Kids gleich ein paar Tipps: „Wenn du ganz viele Karotten isst, kriegst du eine schöne Hautfarbe.“ Außerdem zeigte er, wie Äpfel und Paprika richtig geschnitten werden. „Eine Paprika hat so viele Vitamine wie vier Orangen“, erzählte Reeh. Natürlich dürfe der Nachwuchs laut dem Koch auch mal eine Milchschnitte, Fruchtzwerge oder Nutella zum Frühstück essen. „Von dem Gemüse kann man einen ganzen Berg essen. Da werden wir groß und stark“, so der gebürtige Bad Hersfelder.

Doch bevor es mit dem Schnippeln losging, wurden natürlich noch die Hände gewaschen. Voller Tatendrang griffen die Kinder mit ihren kleinen Fingern nach Messern und Brettchen und legten vorsichtig los. Der Fernsehkoch zeigte sich begeistert, wie motiviert die Kinder waren und wie ordentlich sie auch mit den Lebensmitteln umgegangen sind. Besonders toll fand Lina die Orangen: „Die riechen so gut.“ Mit ihren Spielkameraden saß sie am Tisch und schnitt die Orangen in Scheiben. Dabei konnte sie es kaum erwarten, das Buffet zu plündern: „Wir haben Hunger.“ Viel Spaß hatte auch Emely: „Das war toll. Ich freue mich auf das Brot.“ Während die Kinder den Tisch deckten, stellten die Erzieherinnen die Lebensmittel auf das Buffet und dann warteten alle ganz gespannt auf die Köstlichkeiten. Voller Elan wurde schließlich noch der Kartoffelsong gesungen und unter rhythmischem Klatschen das Rap-Gebet gesprochen. Und dann war es soweit: Die Kinder schnappten sich ihren Teller und packten sich allerlei darauf.

Für Reeh selbst sind solche Besuche eine tolle Abwechslung zum TV-Alltag und dem Kochen mit Erwachsenen. „Es ist ein Traum, wenn man sieht wie viel Spaß die haben“, sagte Reeh mit Blick zu den Kindern: „Die sind alle auf Entdeckertour.“ Wichtig sei vor allem, dass die Kinder begeistert sind und solch ein Frühstück auch mit ihren Eltern zu Hause umsetzen. „Mir ist es immer wichtig, dass wir nicht mit erhobenem Zeigefinger da stehen“, so Reeh. Vielmehr gehe es darum zu zeigen, dass gesundes Essen lecker ist. „Wichtig ist, dass das Essen bunt ist. Es kommt nichts Zuckriges auf den Frühstückstisch“, sagte der Koch. Und so sah der Tisch auch aus – vollgepackt mit gesunden und bunten Lebensmitteln.

In der Kita wurde nicht nur am Dienstag gesund gefrühstückt. Generell achten Leiterin Bettina Fladung und ihr Team auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. So gibt es täglich den zuckerfreien Vormittag. Plunderstückchen und Kuchen sind hier nicht erwünscht – die Kids sollen sich am Vormittag ohne zuckerhaltige Lebensmittel ernähren. „Wir putzen auch immer die Zähne nach dem Frühstück“, erzählte Fladung. Sie merke schon, dass viele Eltern mittlerweile lieber zum Bäcker fahren anstatt ihren Kindern selbst etwas zum Frühstücken zu machen. „Man muss manchmal die Eltern mehr erziehen als die Kinder“, sagte Fladung. So findet unter anderem vier Mal ein Jahreszeitenfrühstück in der Kita statt.

Quelle: Petersberg-Aktuell

12.03.16 - PETERSBERG

Forscher im Kindergarten Sankt Jakobus

„Uh, ah, was passiert denn da, wir schauen uns die Welt mal an“

Mit der Kindertagesstätte Sankt Jakobus im Petersberger Ortsteil Steinau hat Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt einen in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerten Kindergarten als „Haus der Kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Augenzwinkernd meinte Erster Kreisbeigeordneter Schmitt in Richtung der Kinder, die sich zur Begrüßung mit ihren Erzieherinnen und der Leiterin Bettina Fladung eingefunden hatten, dass er den Kindergarten vor dreißig Jahren selbst besucht habe. Auch sein damaliges Elefanten-Symbol in der Garderobe zum Aufhängen der Kleider sei offensichtlich noch im Gebrauch, auch wenn sich die Einrichtung ansonsten durch verschiedene Umbauten doch sehr verändert habe.

Mit dem Besuch wolle der Vize-Landrat seinen Dank und Respekt zum Ausdruck bringen, dass sich der katholische Kindergarten in Steinau als erste Kindertagesstätte im Landkreis Fulda einer Re-Zertifizierung unterzogen habe, nachdem die Kreis-Volkshochschule lokaler Netzwerkpartner der bundesweit tätigen Stiftung „Haus der Kleinen Forscher“ geworden sei. Ein solcher Prozess bedeute immer auch Mehraufwand und zusätzliches Engagement zur normalen Arbeit im Kindergarten.

Die Stiftung „Haus der Kleinen Forscher“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Kindergarten- und Grundschulalter dauerhaft und nachhaltig durch geschulte Fachkräfte zu fördern. Mit dieser Zielsetzung wurden von der Stiftung Fortbildungskonzepte und Materialen entwickelt, um bei Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren die Neugierde und Freude am Forschen zu stärken. Die Personalkosten für die Netzwerkkoordination und die Fortbildungen übernimmt der Landkreis.

Voraussetzung für die Zertifizierung ist, dass mindestens zwei pädagogische Fachkräfte regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen und das Forschen in den Kindergartenalltag integriert ist. Auch muss ein Forschungsprojekt im Zertifizierungsverfahren näher beschrieben werden. In 2015 wurden 98 Fachkräfte aus 29 Einrichtungen geschult. Im ersten Halbjahr 2006 plant die Volkshochschule fünf Fortbildungen unter anderem zu den Themenbereichen „Technik – Kräfte und Wirkungen“, „Licht, Farben und Sehen“ sowie „Mathematik in Raum und Form“.

Dass die Steinauer Kinder in ihrem „Haus der Kleinen Forscher“ bereits etwas gelernt haben, zeigten ihre Äußerungen zum Thema Wetter. Mit diesem Projekt hat sich die Einrichtung rezertifizieren können. Zunächst kamen die Antworten eher verhalten, aber schon bald fiel der Begriff „Meteorologie“, richtig eingesetzt und fehlerfrei ausgesprochen. Als Anerkennung gab es vom Ersten Kreisbeigeordneten Urkunde und Plakette sowie von den beiden Trainerinnen Simone Dostal und Irmi Warmuth weitere Forscherutensilien.+++ aus Osthessennews vom 12.03.2016